
Abgang von Experten verhindern
(Neuheiten - Detail)
Datums : 16.03.2010Abgang von Experten verhindern
Das tschechische Arbeitsministerium prüft, Kurzarbeit finanziell zu unterstützen, um Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.
Der Arbeitsmarkt reagiert bekanntlich als letzter auf konjunkturellen Aufschwung, Neueinstellungen sind teuer und stehen bei den zum Sparen gezwungenen Unternehmen nicht gerade oben auf der Agenda. Nach den letzten Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) liegt die Arbeitslosenrate bei 9,9%. In diesem Jahr könnte ein Anstieg bis auf 11% staattfinden.
Zur Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze, prüft man im Arbeitsministerium jetzt, ob das deutsche Kurzarbeitsmodell auch für Tschechien lohnenswert ist. Dabei zahlt der Staat einen Teil des durch Arbeitszeitverkürzung entfallenden Lohnes und die Kosten für Sozialabgaben, die Arbeitgeber werden damit kostenseitig deutlich entlastet, ihr qualifiziertes Personal können sie aber in der Firma halten, schreibt das Arbeitsministerium in einer Aussendung. Das Modell ist für den Staat sehr kostspielig und hat eigentlich nur bei qualifizierten Arbeitsplätzen einen tieferen Sinn, weil es ansonsten nur als temporäre Beihilfe mitgenommen wird.
(16. 03. 2010 | Centropolitan)
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