Austro-Investitionen in CEE auf Niveau 1998 eingebrochen

(Neuheiten - Detail)

Datums : 04.03.2010

Austro-Investitionen in CEE auf Niveau 1998 eingebrochen

Die Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmen in Mittel- und Osteuropa ist im Vorjahr drastisch eingebrochen. In den ersten drei Quartalen 2009 haben heimische Firmen nur noch 0,7 Milliarden Euro in mittel- und osteuropäischen Ländern investiert. Im Vergleichszeitraum 2008 wurden noch 7,6 Milliarden Euro in die Hand genommen. Die Investitionsbereitschaft ist damit im vergangenen Jahr etwa auf den Wert von 1998 zurückgefallen, als 800 Millionen Euro in CEE investiert wurden, geht aus einer Wifo-Studie hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Getragen wurde die Investitionstätigkeit vor allem durch die Ostbeteiligungen österreichischer Banken und Versicherungen, des Einzelhandels und der Unternehmensdienste. 2007 entfiel bereits mehr als die Hälfte des Direktinvestitionsbestandes in CEE auf den Finanzsektor. Krisenbedingt haben die Investitionen bereits im Verlauf des Jahres 2008 an Dynamik verloren und sind im Jahr 2009 komplett eingebrochen.

In den Jahren ab 2000 legten die Investitionen in den aufstrebenden Märkten in Mittel- und Osteuropa kontinuierlich zu. Österreichische Unternehmen erkannten die Chance, expandierten und gründeten Tochterunternehmen in CEE. Allein von 2000 und 2005 erhöhten sich die jährlichen Investitionen von 2,5 auf über fünf Milliarden Euro und erreichten im Jahr 2008 10,1 Milliarden Euro.

2007 betrug der Anteil Österreichs an allen ausländischen Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa acht Prozent. Eine aktuelle Zahl liegt nicht vor. Studienautorin Yvonne Wolfmayr vermutet aber, dass dieser Anteil auch im Jahr 2009 gleich geblieben sein dürfte, wie sie der APA sagte. Unternehmen anderer Länder seien genauso vorsichtig gewesen, wodurch sie keine Marktanteile dazu gewonnen hätten.

Im Jahr 2007 waren rund 408.000 Personen in den Tochterunternehmen österreichischer Investoren in CEE beschäftigt, das entspricht rund 12 Prozent aller Beschäftigten in Österreich.

(04. 03. 2010 | Wirtschaftsblatt)




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