Beschämende Haltung

(Neuheiten - Detail)

Datums : 14.10.2008

Beschämende Haltung

Zum x-ten Male fordern die Arbeitgeberverbände von Österreich die uneingeschränkte Öffnung des Arbeitsmarktes für Arbeitskräfte aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Gemeinsame CEE-Initiative geplant.

"Es gibt keinen sachlichen Grund, die Grenzen weiter dicht zu machen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, Österreich ist einer der größten Gewinner der EU-Erweiterung. (...) Die bisherige österreichische Haltung ist vor dem Hintergrund beschämend. Österreich wiederum muss am Wettbewerb um die besten Hände und Köpfe endlich voll gleichberechtigt teilnehmen können", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung Mag. Markus Beyrer auf einem Treffen mit CEE-Kollegen am Freitag vergangener Woche in Krems.

Für die Arbeitgebervertreter aus Tschechien, der Slowakei, Slowenien (ZDS), Ungarn (MGYOSZ) sowie Kroatien (HUP) in deren Länder österreichische Unternehmen sehr stark investiert haben, wäre eine Öffnung des österreichischen Arbeitsmarkts ein wichtiges positives Signal. "Lohndumping durch billigere ausländische Arbeitskräfte ist nicht zu befürchten, da in Österreich ohnehin nicht unter dem Kollektivvertrag bezahlt wird. Künstliche Barrieren würden hingegen am Markt eher Umgehungsmodelle fördern."

"Angesichts der sehr guten Arbeitsmarktsituation in Österreich wäre dies schwer so zu argumentieren", so der IV-Generalsekretär. Die EU-Präsidentschaft hat im ersten Halbjahr 2009 Tschechien, einer der betroffenen Staaten, inne. "Wir werden die Beziehungen zu unserem tschechischen Schwesterverband SPCR vor dem Hintergrund dieser zentralen Frage daher noch weiter vertiefen", hiess es auf dem Treffen.

(14. 10. 2008 | Centropolitan)



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