
Schausberger bringt die Photovoltaik in den Osten
(Neuheiten - Detail)
Datums : 15.03.2010Schausberger bringt die Photovoltaik in den Osten
Wer genug Fachwissen gesammelt hat, möchte es irgendwann auch einbringen. Franz Schausberger, früherer Landeshauptmann von Salzburg und nun Vorstand des Instituts der Regionen Europas sowie Beauftragter des Landes Salzburgs im EU-Auschuss der Regionen, folgt diesem Motto. Gemeinsam mit Stefan Eder, Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach Rechtsanwälte und dem bayrischen Experten Simon Meier zieht er gerade eine Entwicklungsfirma für Photovoltaik-Anlagen hoch.
Sitz des vor knapp eineinhalb Monaten gegründeten Unternehmens namens Renwag - "Renewable Energy Network AG, die Firma habe ich mir selbst zum 60. Geburtstag geschenkt", so Schausberger - ist in Salzburg, operiert wird aber hauptsächlich im Osten Europas.
"Ich bin Minderheitseigentümer und bringe meine Kontakte ein, Stefan Eder ist unser Rechtsexperte und Simon Meier weiß, wie Photovoltaik wirklich funktioniert", sagt der Jungunternehmer. Unternehmensziel sei es, Alternativenergie-Projekte für die öffentliche Hand zu entwickeln und dafür "nicht nur wertvolles Agrarland, sondern auch stillgelegte Deponien zu nutzen". Renwag übernimmt dabei den Großteil der Arbeit - von der Objektsuche über die Vertragserrichtung bis zur Investorenfindung und Umsetzungsbetreuung: "Tatsächlich gebaut werden die Anlagen von anderen Firmen."
Aktuell betreut Renwag drei Projekte, ein Partner ist die bulgarische Hauptstadt Sofia, in Slowenien läuft ein weiteres Vorhaben. Der Projektumsatz beläuft sich jeweils auf zwei bis drei Millionen €.
"Tschechien und Bulgarien bieten derzeit gute Voraussetzungen für unser Geschäft", sagt Schausberger: "Die Ostländer haben Vorgaben der Europäischen Union, ihren Photovoltaik-Anteil zu erhöhen, und das wird auch entsprechend gefördert." Derzeit seien die rechtlichen Voraussetzungen für diese Art von Projekten noch nicht ganz eindeutig, so der Renwag-Gründer. Deshalb sei der jetzige Einstieg ins Geschäft ganz besonders wichtig, "noch bevor die entsprechenden Regelungen kommen".
Trotzdem sei eine gewisse Rechtssicherheit wichtig für Alternativenergie-Projekte: "Für uns ist schon wichtig, dass die Einspeistarife auf die nächsten 12 bis 15 Jahre gesichert sind", sagt Schausberger.
(15. 03. 2010 | Wirtschaftsblatt)
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