Die tschechische Wirtschaft ist im ersten Quartal um 4,8 Prozent gewachsen

Veröffentlicht: 02.06.2022 Ähnliche Länder:  Österreich Österreich

Die revidierte Schätzung zeigt ein deutlicheres Wachstum, als die Statistiker ursprünglich erwartet hatten. Das tschechische Statistikamt (CSU) gab in einer früheren vorläufigen Schätzung an, dass die Wirtschaft im ersten Quartal um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist.

Laut Statistikern trugen vor allem die Konsumausgaben der privaten Haushalte und die Bruttoanlageinvestitionen zur Leistungssteigerung der tschechischen Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr bei. Im Gegenteil wirkte sich die Auslandsnachfrage negativ auf die Entwicklung des BIP aus.

Die Konsumausgaben stiegen im Jahresvergleich um 6,2 Prozent. Dabei stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte um 8,5 Prozent. Die Konsumausgaben des Staates stiegen um zwei Prozent. Laut Vladimír Kermiet vom tschechischen Statistikamt war die Vergleichsbasis im vergangenen Jahr noch stark von Corona-Maßnahmen und fehlenden Komponenten, insbesondere für die Industrie, geprägt. In diesem Jahr machen sich das steigende Preisniveau und die Reduzierung ihrer Ausgaben, insbesondere für langlebige Güter, bereits bei den Haushaltsausgaben bemerkbar.

Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen im Jahresvergleich um 7,4 Prozent. Vor allem die Investitionen in Wohnungen und andere Gebäude sowie Verkehrsmittel legten laut ČSU zu.

Auch die Bruttowertschöpfung ist im ersten Quartal dieses Jahres gestiegen, also die Differenz zwischen dem Wert der Produktion und Dienstleistungen und den Kosten ihrer Herstellung. Sie stieg im Jahresvergleich um 4,4 Prozent. Laut Statistik trugen Handel, Verkehr, Beherbergungs- und Gaststättengewerbe, Bauwesen, Immobilien, öffentliche Verwaltung, Bildung sowie Gesundheits- und Sozialwesen am stärksten zum jährlichen Wachstum bei.

Der Außenhandelssaldo belief sich im ersten Quartal auf 10,7 Mrd. CZK, das sind 86,2 Mrd. weniger als im Vorjahr. Die Exporte gingen im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zurück, was hauptsächlich auf einen Rückgang der Kraftfahrzeugexporte zurückzuführen ist. Die Importe stiegen im Jahresvergleich um 3,7 Prozent, hauptsächlich aufgrund von Importen von Metallprodukten und Elektrogeräten. Im Gegensatz dazu gingen die Importe von Autos und Zulieferungen für die Automobilindustrie zurück.

Quelle: Ceskenoviny.cz