Tschechische Republik verzichtet vor der Heizsaison auf russisches Gas, sie hat Alternativen

Veröffentlicht: 15.09.2023 Ähnliche Länder:  Österreich Österreich

Seit Beginn dieses Jahres importiert Tschechien kein russisches Gas mehr.

Der tschechische Industrieminister Jozef Síkela hat nach einer Regierungssitzung im Juli mitgeteilt, dass das importierte Erdgas nach Tschechien über Deutschland fließt. „Die Lieferungen aus Russland wurden durch Flüssiggas aus Belgien und den Niederlanden sowie Gas aus Norwegen ersetzt."


Laut Síkela ist daher auch der Gashandel in Tschechien geschrumpft, und zwar um 23 %. Die Haushalte haben jedoch ihren Verbrauch gesenkt und so eine mögliche Verknappung vermeidet. Derzeit sind die tschechischen Gasspeicher zufolge voller als vor einem Jahr.


Der Beauftragte der Regierung für die Energiesicherheit, Václav Bartuška, hat erklärt, dass wir den ersten und schwierigsten Winter bereits hinter uns haben. Dennoch mahnt er zu Vorsicht.


Laut dem Regierungsbeauftragter sind sich aber die EU-Staaten der Gefahr bewusst und haben entsprechende Maßnahmen ergriffen. „Sowohl die Mitgliedsstaaten der EU als auch der NATO sind in der Nord- und Ostsee, aber auch anderswo in Europa, in dieser Hinsicht aktiver als noch vor einigen Jahren.“, so Václav Bartuška.


Zugleich baut Tschechien seine Anbindung an die LNG-Terminals an der Küste von Nord- und Ostsee aus. Bereits seit einem Jahr fließt Flüssiggas aus dem niederländischen Eemshaven in das Land. Abgesprochen ist zudem die künftige Versorgung über das umstrittene Terminal auf Rügen und die Verbindungspipeline nach Lubmin.


Quelle: deutsch.radio.cz

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