Tschechische Unternehmen sind stark vom Krieg in der Ukraine betroffen

Veröffentlicht: 05.04.2022 Ähnliche Länder:  Österreich Österreich

Etwa zwei Drittel tschechischen Firmen rechnen mit einem Nachfragerückgang. Škoda Auto stellt die Produktion einiger Modelle teilweise ein.

Fast alle Betriebe spüren die Auswirkungen des Ukrainekriegs oder rechnen mit ihnen. Wie aus einer Umfrage der Deutschtschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) weiter hervorgeht, hat fast jedes zweite Unternehmen Schwierigkeiten mit den Lieferketten: Im Maschinenbau sind es 61% und in der Automobilindustrie 83%.

ŠKODA AUTO stellt aus diesem Grund die Produktion einiger Modelle teilweise ein. Höhere Kosten wegen der teureren Energie melden alle Firmen. Etwa zwei Drittel rechnen mit einem Nachfragerückgang, 27% verlieren Geschäftspartner und Absatzmärkte. Jedes vierte Unternehmen gibt an, stark oder sehr stark auf ukrainische Mitarbeiter angewiesen zu sein. Mit der Abwanderung ukrainischer Mitarbeiter muss 18% der Betriebe zurechtkommen. Der Krieg verschärfte somit die langjährige Achillesverse der tschechischen Wirtschaft – den Mangel an Arbeitskräften. Die Hälfte der Unternehmen beklagt weiterhin einen langfristigen Personalmangel. Aufgrund einer rückläufigen Nachfrage vor allem bei den Zulieferern im Bereich Automotive müssen einige von ihnen jedoch eine neue Beschäftigung für bestehende Mitarbeiter suchen.

Quelle: DTIHK