Wirtschaftsanalysten: Konjunkturdaten belegen Widerstandskraft der tschechischen Wirtschaft

Veröffentlicht: 11.06.2021 Ähnliche Länder:  Österreich Österreich

Das Tschechische Statistikamt hat am Dienstag neue Daten über die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal dieses Jahres veröffentlicht.

Laut den Zahlen ist die tschechische Wirtschaft im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum I. Q 2,1 % und im Vergleich zum IV. Q 2020 um 0,3 % geschrumpft. Das Ergebnis entspricht der Prognose von Ende April. Laut Analysten war die Entwicklung des BIP u.a. durch einen Rückgang bei den Verbrauchskosten für die Haushalte beeinflusst.

Wie Miroslav Novák, Analyst des Devisentransfer-Anbieters Akcenta, angekündigt hat, müssten die Zahlen angesichts der Pandemie und starker Einschränkungen positiv gelesen werden. Die Aussichten für das zweite Quartal des Jahres sind seinen Worten zufolge bedeutend optimistischer und für das ganze Jahr könnte man mit einem BIP-Wachstum zwischen drei und vier Prozent rechnen.

Auch der Ökonom Martin Gürtler (KB) glaubt, dass die tschechische Wirtschaft die Probleme seit Jahresbeginn sehr gut gelöst und ein hohes Maß an Widerstandsfähigkeit bewiesen habe. Wirtschaftsanalyst der ČSOB, Petr Dufek, hält das Resultat angesichts der Umstände ebenfalls für positiv. Er glaubt, dass die neuen Daten eine günstige Prognose für dieses Jahr mit einem BIP-Wachstum um 3,5 Prozent ermöglichen.

Quelle: Radio Prague International (https://deutsch.radio.cz/)