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Dazu trugen die Verlängerung der Brennstoffzyklen und die kontinuierliche Leistungssteigerung der Reaktoren bei.
Im Jahr 2025 produzierten die Kernkraftwerke in Temelín und Dukovany zusammen 32,07 TWh Strom, die höchste Menge seit Bestehen beider Anlagen. Im Vergleich zu 2024 (29,70 TWh) ist dies ein Anstieg um acht Prozent; im Vergleich zum bisher stärksten Jahr 2022 (30,84 TWh) stieg die Strommenge aus Kernenergie um vier Prozent. Gleichzeitig überschritt der Anteil der Kernenergie am Energiemix in der Tschechischen Republik erstmals 40 %.
Einen wesentlichen Anteil an den Rekordwerten haben die verlängerten Brennstoffzyklen (von 12 Monaten auf 16 im Fall von Dukovany und 18 im Fall von Temelín), die durch die seit langem geplante Umstellung auf einen neuen Brennstofftyp von Westinghouse ermöglicht wurden. „Das Erreichen des Meilensteins von 32 Terawattstunden aus unseren Kernkraftwerken ist ein Ziel, auf das wir seit mehreren Jahren hingearbeitet haben. (...) Darüber hinaus nutzen wir systematisch die Möglichkeiten, die Leistung von Dukovany und Temelín sicher zu steigern. Es ist, als hätten wir einen zusätzlichen Kernkraftwerksblock geschaffen“, sagte Daniel Beneš, Generaldirektor der ČEZ.
Für 2026 wird aufgrund des Zeitpunkts der Brennstoffwechsel und der Reaktorabschaltungen ein leichter Rückgang der Stromerzeugung aus Kernenergie erwartet. Diese bieten gleichzeitig die Gelegenheit für Kontrollen und Wartungsarbeiten an den Anlagen sowie für Investitionsmaßnahmen, in die ČEZ jährlich rund 7 Milliarden CZK (290 Millionen Euro) investiert. „[Die Produktion] wird also 2026 geringer ausfallen, aber bis zum Ende des Jahrzehnts streben wir eine durchschnittliche Jahresproduktion von über 32 TWh an“, erklärte Bohdan Zronek, Vorstandsmitglied und Direktor der Abteilung Kernenergie.
In Tschechien sind derzeit sechs Kernreaktoren in Betrieb, vier in Dukovany und zwei in Temelín. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Bau von zwei neuen Reaktoren in Dukovany, für den das koreanische Unternehmen KHNP verantwortlich sein wird. Die Kosten werden auf 407 Milliarden Kronen (17 Milliarden Euro) geschätzt, wobei der erste der Reaktoren im Jahr 2036 in Betrieb genommen werden könnte.
Quellen: irozhlas.cz, ekonomickydenik.cz