Tschechische Republik,
Deutschland
Strategischer Ausbau im tschechischen Cheb: Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck investiert rund 330 Millionen Euro in ein neues Montagewerk. Die Integration in den europäischen Mercedes-Benz-Produktionsverbund stärkt ab Sommer 2026 die deutsch-tschechischen Lieferketten durch hochmoderne Montagekapazitäten für Kabinen und Antriebskomponenten.
Das europäische
Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Trucks wird neu ausgerichtet. Ein
zentraler Bestandteil dieser zukunftsweisenden Strategie ist der Bau eines
neuen Montagewerks im tschechischen Cheb, in das Daimler Truck rund 330
Millionen Euro (ca. 8,3 Milliarden CZK) investiert. Ab Ende des Jahrzehnts
sollen in der neuen Fabrik mehr als 1.100 qualifizierte Arbeitsplätze
entstehen.
Das Werk Cheb wird eng in den
Produktionsverbund mit den deutschen Traditionsstandorten integriert: Es
übernimmt die Vormontage von Lkw-Fahrerkabinen für das Stammwerk Wörth und
liefert wichtige Komponenten für die Endmontage. Die Ansiedlung in Westböhmen
unterstreicht die wachsende Bedeutung der tschechischen Nutzfahrzeugindustrie.
Tschechien erreichte 2025 mit einer Gesamtproduktion von 1.458.205
Kraftfahrzeugen ein stabiles Niveau und lag damit lediglich 0,2 Prozent unter dem
Rekordwert von 2024. Besonders die Busproduktion entwickelte sich positiv und
stieg um 7,3 Prozent auf 5.345 Einheiten.
Die neue Fabrik in Cheb soll
schrittweise eine jährliche Kapazität von bis zu 25.000 Einheiten erreichen.
Der CO₂-neutrale Betrieb sowie die konsequente Ausrichtung auf
Industrie-4.0-Standards machen den Standort zu einem modernen Produktionshub.
Für deutsche Zulieferunternehmen aus den Bereichen Automatisierung,
Elektrotechnik und Werkslogistik eröffnen sich durch die grenznahe
High-Tech-Produktion attraktive B2B-Kooperationsmöglichkeiten im Zentrum
Europas.
Quellen: Germany Trade & Invest, www.gtai.de; Daimler Truck AG, www.daimlertruck.com