Österreich
In 2025 wurden in Tschechien so viele Firmen gegründet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Laut Dun & Bradstreet entstanden über 34.000 neue Unternehmen – ein Plus von 13 Prozent gegenüber 2024.
In Tschechien ist die Zahl der neu gegründeten Unternehmen
2025 auf den höchsten Stand seit rund 20 Jahren gestiegen. Laut Auswertung des
Wirtschaftsdatenanbieters Dun & Bradstreet entstanden im vergangenen Jahr
knapp 35.000 neue Firmen. Damit nahm die Gründungsaktivität gegenüber 2024
deutlich zu.
Insgesamt waren zum Jahresende fast 595.000 Gesellschaften
registriert. Ökonomen sehen darin ein Zeichen für eine wiederbelebte
wirtschaftliche Dynamik. Nach den belastenden Jahren mit Pandemie,
Energiepreisschock und hoher Inflation scheinen Unternehmer wieder stärker
bereit, Risiken einzugehen und neue Projekte zu starten.
Als zentraler Faktor gilt ein wachsender wirtschaftlicher
Optimismus. Stabilere Nachfrage und neue Geschäftschancen hätten die
Gründungsbereitschaft erhöht. Gleichzeitig verschwanden weiterhin Unternehmen
vom Markt, allerdings in deutlich geringerem Ausmaß: Auf eine aufgelöste Firma
kamen etwa zwei neue. Fachleute interpretieren das als normale
Marktbereinigung, bei der wenig aktive oder wirtschaftlich schwache Betriebe
aufgegeben werden.
Die meisten Neugründungen gab es im Handel, im Bauwesen
sowie in der Immobilienbranche. Auch industrielle Tätigkeiten und
professionelle Dienstleistungen legten zu. Regional konzentriert sich die
Entwicklung vor allem auf die Hauptstadt Prag, während Mittelböhmen und die
Region Südmähren dahinter folgen.
Die steigende Zahl neuer Unternehmen könnte positive Effekte
auf Beschäftigung und Wettbewerb haben. Neue Anbieter erhöhen den Innovationsdruck auf etablierte Firmen und stärken langfristig die
Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Ob sich der Trend fortsetzt, hängt jedoch
wesentlich von der weiteren konjunkturellen Entwicklung in Europa ab.
Vorbereitet durch das Team von CzechTrade Austria.
Quelle: dnb.com